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Nach einer Knie OP habe ich einen Reha-Aufenthalt im Malcherhof zugewiesen bekommen. Das Haus ist top modern, die Zimmer sind ausgesprochen großzügig groß und erstklassig ausgestattet. Die Zimmer haben einen Balkon. Man sollte bei der Aufenthalts-bestätigung darauf hinweisen, dass man ein Zimmer zum Hof erhält, sonst kann es nächtens von der Straße her laut werden und man müsste die Balkontüre schließen.
Frau Dr. Iris LENZINGER hat eine ausführliche und einfühlsame einstündige Anamneseuntersuchung gemacht und den Therapieplan erstellt und mit mir besprochen. Die Therapien (Physiotherapie einzeln und in Gruppen, Unterwassergym, Balancetraining, Krafttraining, diverse Gerätetherapien, Massagen, Bestrahlungen usw.) waren von 08:00 Uhr bis 17:00 uhr dicht getaktet über den Tag verteilt. Besonders hervorheben möchte ich die Physiotherapeutin Fr. Gerke ZÖCHLING, welche mich solo und in Gruppe hauptsächlich trainierte und großen Anteil an meiner Genesung hatte. Während meines 3 wöchigen Reha_Aufenthaltes gab es bei der mich betreuenden Ärztin 4 Kontrolluntersuchungen ,um den Therapiefortschritt zu ermessen und das Therapieprogramm darauf hin zu adaptieren. Die Therapien waren durchaus fordernd und anstrengend und es wurde einem "nichts geschenkt"! Die Therapeuten waren alle überaus freundlich, verständnisvoll und animierend, wenn es einmal schwer wurde. Der Reha-Aufenthalt mit seinen Therapienen hat alle meine gesundheitlichen in diesen Aufenthalt gesetzten Hoffnungen und Erwartungen voll erfüllt. Alle Beschwerden und körperlichen Einschränkungen wurden zu 100 % im Malcherhof geheilt. Was will man mehr.
Es muss jedoch auch leider Kritik angebracht werden, die sich jedoch ausdrücklich nicht auf den Therapieerfolg bezieht. Die Verpflegung kann nur als schlecht beurteilt werden. (Daher insgesamt leider nur 4 Sterne.) Das Frühstück um 07:15 Uhr ist an Lächerlichkeit kaum zu übertreffen. 3 Blatterl Wurst, 2 Blatterl Käse, 2 Stückchen Gemüse und ein Krapferl undefinierbaren Topfenaufstrich. An Eier oder Orangensaft darf man nicht einmal denken. Der Kaffee verdient seinen Namen nicht. Da die Cafeteria erst nach Schließen des Speisesaals aufsperrt, kann man sich nicht einmal auf eigene Kosten einen Espresso odgl. zukaufen. Die Unterschiede in der Portionsgröße beim Mittagessen s / m / l bezieht sich nur auf die Quantität der Beilage. Die zugeteilte Fleischration ist immer gleich winzig. Ausnahmen gibt es nicht! Der ewig gleiche grüne Salat wird zu allen Speisen ausgeteilt, auch wenn er gar nicht dazu passt. (wer isst grünen Salat zu Sauerkraut ?!) Gab es einmal zufälliger Weise keinen grünen Salat, so kam er aus der Dose (roter Rübensalat, Fisolensalat, Schwarzwurzeln, Bohnensalat) Das nennt man dann frische regionale Produkte ! Zum Trinken gibts zum Essen abgestandenes warmes Wasser. Da die Essenzeit sehr kurz ist, ist das Servicepersonal gehetzt, unfreundlich und unhöflich.
Dass man auch am therapiefreien Sonntag, an dem man sich einmal von den oftmals erschöpfenden Therapien ausruhen möchte, auch um 07:15 zum Frühstück antreten muss, ist unverständlich. Essen Abmelden ist verboten. Also muss man auch am Samstag Abend und Sonntag 3x täglich im Speisesaal antreten um seine Anwesenheit zu belegen. Dann darf man wieder hinaus, auch ohne Essen wenn man will, um mit seinem event. Besuch fort gehen zu können.
So toll und erfolgreich meine Therapie war und so engagiert und professionell die daran beteiligten Ärzte und Therapeuten, so negativ beurteilen muss ich alles rund um das Verpflegungskonzept. Da verlernt man eher vernünftige Ernährung.