3/5
Ich möchte nicht unfair sein, daher vergebe ich 3 Punkte mit einem großen ABER.
Die Praxis war angenehm zu betreten, wir mussten nicht warten und das Personal war sehr freundlich.
An der Behandlung gibt es auch nichts zu beanstanden, der Arzt wirkte kompetent, hat uns alles erklärt und wir waren auch schon nach 3 Minuten draußen. Bis dahin waren wir auch zufrieden.
Naja, bis der Brief von der Rechnung nach Hause gekommen ist. Unser Kind ist privatversichert, ich war schon skeptisch, dass ich einen Zettel ausfüllen musste, wo ich einwilligen muss, dass der Arzt eine Gebühr bis zu einem 3,5-fachen Satz berechnen darf. Ich habe es natürlich eingewilligt, was soll ich auch machen, "Nein" ankreuzen und zu einem anderen Arzt gehen? Außerdem, wenn berechtigt, würde ich auch den 3,5-fachen Satz bezahlen, Hauptsache das Kind bekommt eine gute Behandlung.
So wie es der Zufall wollte, kam die Rechnung nach Hause und ich muss wirklich sagen, ich war erstaunt, was so in der Rechnung drin stand.
Ziffer 424: Aufgrund des Alters und der damit verbundenen Unruhe des Kindes war ein erhöhter Zeitaufwand erforderlich. Daher der Steigerungsfaktor 3,5, also ca. 142 € Aufpreis.
Also, die Behandlung ging 3 Minuten und es war ein erhöhter Zeitaufwand notwendig? Was wäre denn die normale Zeit gewesen für diese Echokardiographie? 40 Sekunden?
Unser Baby hat sich absolut nicht unruhig verhalten. Gut, es hat geatmet und mit seinen Extremitäten lebendige Bewegungen gemacht, aber keine Unruhe. Als der Arzt dann zu meiner Frau gesagt hat: "Können Sie das Kind festhalten?", da habe ich mir in dem Moment gedacht, wozu denn, es macht doch gar nichts. Jetzt weiß ich, wieso; gehört vermutlich zum Protokoll, damit man diese Ziffer abrechnen darf.
Fazit: Behandlung gut, aber Abrechnung für uns nicht nachvollziehbar. Ich kann nur jedem raten, schaut auf die Uhr und beobachtet ganz genau, was euer Kind macht, damit ihr 3 Wochen später keine Überraschung im Briefkasten habt oder zumindest darlegen könnt, dass diese Abrechnung nicht korrekt ist.